4. Dezember 2008
Gideon, Christoph und ich brechen früh auf, um uns den Overlandern anzuschließen. Treffpunkt ist die Polizei-Station, an der wir gestern schon unsere Stempel abgeholt haben. Der Treck der Overlander (einer begleiteten Tour für Selbstfahrer) besteht aus sechs Fahrzeugen. Die Land Rover sind in London gestartet und die Besatzung stammt überwiegend aus Australien und Neuseeland. Neben uns drei Motorradfahrern, haben sich noch drei weitere Fahrzeuge angeschlossen. Bob und Paul aus Holland mit ihrem Toyota Land Cruiser, ein Ehepaar aus Österreich mit einem Mercedes Geländewagen und Johanna und Anselm aus Lindau mit einem riesigen Magirus-Deutz von 1960.
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22. November 2008
Die planmäßige Abfahrtszeit für das Schiff von Aqaba nach Nuweiba in Ägypten ist Zwöِlf Uhr. Zwei Stunden vorher finde ich mich am Fährhafen ein. Nach kurzer Passkontrolle darf ich bis zum Hafengebäude vorfahren. Hier befinden sich das Büro der Fährgesellschaft, der Zoll und das Emigrations-Office unter einem Dach. Mehrfach wurde mir erzählt, dass das Fährschiff grundsätzlich mit mehreren Stunden Verspätung ablegt und so habe ich ausreichend Zeit und nehme die etwas umständliche Prozedur der Ausreise aus Jordanien gelassen hin. Immer wieder muss man vom Erdgeschoss in den ersten Stock laufen und wieder zurück. Mit vielen kleinen Zwischenschritten bekommt man auf diese Weise erst sein Ticket, kann dann die Ausreisesteuer begleichen, das Moped aus dem Pass ausstempeln lassen, noch mal was bezahlen und schließlich zur Passkontrolle gehen.
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10. November 2008
In Richtung Amman verläuft die Strecke durch eine karge, wüstenähnliche Landschaft. Obwohl der Boden eigentlich nur sandig und steinig ist, sind weite Flächen gepflügt. Diesem staubigen Boden wird tatsächlich noch etwas Essbares abgerungen. Kurz vor Amman beginnt dann die Wüste. Im Sonnenuntergang fahre ich auf die beleuchtete Silhouette der jordanischen Hauptstadt zu.
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8. November 2008
Nach 20 Tagen nehme ich Abschied von der Türkei. Ich behalte das Land in guter Erinnerung zurück. In der Zeit, die ich hier verbracht habe, bin ich ausschließlich auf liebenswürdige Menschen getroffen. Die vielen Einladungen zum Tee kann ich am Ende gar nicht mehr zählen. Von Antakya geht es ostwärts durch den Ort Reyhanli an die Syrische Grenze. Die Abfertigung auf türkischer Seite geht zunächst recht flott. Am zweiten Checkpunkt warte ich hinter ein paar Leuten, die mit dem Taxi zur Grenze gekommen sind, und nun zu Fuß am Grenzhäuschen stehen. Als der letzte an der Reihe ist und ich gerade vorfahren will, hält ein Reisebus und die Passagiere strömen an den Schalter. Nun sind ungefähr vierzig Leute vor mir.
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