slowwaydown.com - Mit dem Moped von Hamburg nach Kapstadt

Slow Down! - It’s Cape Town!

Die ersten Kilometer in Südafrika bringe ich nur langsam hinter mich. Die Grenze zwischen Namibia und Südafrika bildet der Orange River. Auf namibischer Seite fährt man erste viele Kilometer in das Flusstal hinunter, um es dann auf südafrikanischer Seite wieder hinauf zu klettern. Als ich mich langsam wieder aus dem Tal hochgearbeitet habe, werde ich mal wieder eiskalt vom Wind erwischt.

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Namibia

Bereits früh am morgen sitze ich wieder auf dem Moped und fahre die restlichen 30 Kilometer bis zur Grenze. Die Tankstelle, an der ich eigentlich noch einmal günstiges Botswana-Benzin kaufen wollte, hat leider keinen Sprit mehr, dafür aber leckere Frühstücks-Sandwiches. Die Abfertigung an der Grenze ist zügig und die Zollformalitäten bestehen darin, dass ich mein Kennzeichen auf beiden Seiten der Grenze in ein großes Buch eintragen muss. Botswana befindet sich mit Namibia und Südafrika in einer Zollunion und das Carnet für das Moped kann in der Tasche bleiben. Etwas überrascht bin ich, dass ich dann auf namibischer Seite eine Bearbeitungsgebühr für das Einreisen mit eigenem Fahrzeug entrichten muss. Habe ich die Bearbeitung mit dem Eintrag ins Zollbuch nicht gerade selbst vorgenommen?

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Botswana

Von Kasane aus machen wir einen Bootstrip auf dem Chobe-River. Der Sunset-Trip beginnt am Nachmittag und führt ein gutes Stück in den gleichnamigen Nationalpark. Um diese Zeit sind am Ufer zahlreiche Elefanten, Antilopen und Krokodile zu sehen. Im Wasser ist der Uferbereich gesäumt mit Herden von Flusspferden. Mit Beginn des spektakulären Sonnenuntergangs macht das Boot kehrt und bringt uns zurück nach Kasane. Nach zwei Nächten am Rande des Nationalparks machen wir uns auf nach Süden. Für Motorräder ist die Durchfahrt durch den Park gesperrt und so nehme ich die Teerstraße weiter östlich.

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Sambia

Nachdem in der Nacht noch einige Tropfen Regen fallen, ist das Wetter am folgenden Tag trocken und sonnig. Den eigentlich ins Auge gefassten Ausflug in den “South-Luangwa Nationalpark” lassen wir aber dennoch ausfallen. Die Piste zum Park soll in einem desolaten Zustand und mit einer defekten Blattfeder am LKW nicht zu befahren sein. Stattdessen machen wir uns langsam auf den Weg in Richtung Lusaka.

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Malawi

Nachdem ich von Mbeya kommend einen langen und steilen Anstieg im Schneckentempo bewältigt habe, folgt eine lange Abfahrt hinunter zum Malawi-See. Über mehrere Kilometer fliegt die Schwalbe im Leerlauf dem See entgegen. Auf halber Strecke zur Grenze nach Malawi taucht dann der See glitzernd in der Ferne auf. Die Formalitäten auf tansanischer und malawischer Seite sind zügig erledigt und ich stehe schon bald mit dem Moped wartend vor dem Schlagbaum. Aber nichts tut sich. Beamte kommen und gehen, aber niemand macht Anstalten die Fahrt freizugeben. Irgendwann kommt dann einer der Zöllner, um mir zu sagen, dass sie den Schlüssel nicht finden und ich doch einfach auf der anderen Seite des Gebäudes vorbeifahren solle. Also mache ich kehrt und fahre entgegen der Fahrtrichtung an der rechten Seite des Zollbüros vorbei.

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Tansania

Die ersten 120 Kilometer geht es weiterhin über Asphalt, bis ich in Nyakanazi schließlich die Teerstraße verlasse. Von hier aus liegen jetzt 1.000 Kilometer Piste vor mir, davon 50 Kilometer durch einen Nationalpark. Allerdings bin ich mir noch nicht sicher, ob ich die gesamte Strecke auch fahren kann. In Uganda habe ich einen Engländer getroffen, der die Strecke vor kurzem auf der Ladefläche eines Pick-Ups zurückgelegt hat. Sein Bericht war nicht sehr ermutigend. Er erzählt von viel Schlamm und zeigt mir Bilder auf seiner Digital-Kamera. Die Strecke sieht tatsächlich nicht sehr gut aus - und die Regenzeit fängt hier erst jetzt so langsam an. Viel besorgniserregender finde ich allerdings die zahlreichen Löwen auf seinen Bildern, die er alle auf der Hauptstrecke durch den Katavi-Nationalpark aufgenommen hat. Ich will es trotzdem probieren und notfalls von Kigoma aus über den Lake Tanganyika verschiffen.

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