slowwaydown.com - Mit dem Moped von Hamburg nach Kapstadt

Jordanien

In Richtung Amman verlaeuft die Strecke durch eine karge, wüstenaehnliche Landschaft. Obwohl der Boden eigentlich nur sandig und steinig ist, sind weite Flaechen gepflügt. Diesem staubigen Boden wird tatsaechlich noch etwas essbares abgerungen. Kurz vor Amman beginnt dann die Wüste. Im Sonnenuntergang fahre ich auf die beleuchtete Silhouette der jordanischen Hauptstadt zu.

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Syrien

Nach 20 Tagen nehme ich Abschied von der Türkei. Ich behalte das Land in guter Erinnerung zurück. In der Zeit, die ich hier verbracht habe, bin ich ausschließlich auf liebenswürdige Menschen getroffen. Die vielen Einladungen zum Tee kann ich am Ende gar nicht mehr zählen. Von Antakya geht es ostwärts durch den Ort Reyhanli an die Syrische Grenze. Die Abfertigung auf türkischer Seite geht zunächst recht flott. Am zweiten Checkpunkt warte ich hinter ein paar Leuten, die mit dem Taxi zur Grenze gekommen sind, und nun zu Fuß am Grenzhäuschen stehen. Als der letzte an der Reihe ist und ich gerade vorfahren will, hält ein Reisebus und die Passagiere strömen an den Schalter. Nun sind ungefähr vierzig Leute vor mir.

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Entlang des Mittelmeeres

Das Baden im Mittelmeer verschiebe ich auf später. Auf meiner Karte ist entlang der Strecke bis Mersin durchgehend Strand eingezeichnet. Kurz vor Erdemli komme ich an einem kleinen Campingplatz direkt am Meer vorbei. Heute will ich unbedingt mal wieder zelten. Aber noch ist es zu früh, um den Tag zu beenden und ich glaube bis nach Mersin noch an weiteren Campingplätzen vorbei zu kommen. Der einzige Zeltplatz, den ich unterwegs noch entdecken kann, hat aber leider schon geschlossen. In Mersin gibt es nach Auskunft der befragten Leute keine Campingmöglichkeit. Also wieder in eine Herberge.

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Türkei - Der Sonne entgegen

Auf dem ersten Rastplatz hinter der Bosporus-Brücke fahre ich raus, um die Kamera, mit der ich eigentlich die Einfahrt nach Asien festhalten wollte, wieder zu verstauen. Kurz bevor ich weiterfahren will, kommen zwei Trucker zu mir herüber und wollen ein bisschen Plaudern. Die Verständigung ist sehr schwierig, aber eine Einladung zum Kaffee höre ich heraus. Ihr LKW ist mit einer gut ausgestatteten Küche ausgerüstet, die sich in einer Stahlkiste unterhalb der Ladefläche befindet. Zum Nescafé holen die Beiden ihr Navigationsgerät hervor und ich soll zeigen wo ich gestartet bin. Leider kann ich das Gerät nicht bedienen, da es auf türkisch eingestellt ist, und so zeigen sie mir stattdessen ihre Lieblingsdestination, Monaco. Nach der zweiten Tasse Kaffee verabschiede ich mich auf meinen Weg weiter gen Osten.

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Istanbul

Schon in der Schlange an der Grenze haben sich tiefschwarze Wolken genähert. Gleich wird der Regen mal wieder meinen Weg kreuzen. Linkerhand kündigt ein Regenbogen das nasse Wetter an. Bis nach Edirne sind es von der Grenze nur wenige Kilometer. Auf den letzten Metern beginnt es zu tröpfeln. Trotzdem brennt die Sonne noch recht heiß in meinem Rücken. Als ich in einer Bank in Edirne Türkische Lira abhebe, geht ein Wolkenbruch nieder. In der Stadt checke ich in einem kleinen Hotel ein und trockne das naßgewordenen Schafsfell über der Heizung.

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Bulgarien wie im Fluge

Sofia erreiche ich mal wieder zur Rushhour. In dem dichten Verkehr brauche ich fast eine Stunde, um ins Zentrum vorzudringen. Nachdem ich mir an einem Geldautomaten Bulgarische Leva besorge, kaufe ich in einem Buchladen eine Straßenkarte von Bulgarien. Nach einer gefühlten Ewigkeit finde ich ein Hostel in einer ruhigen Seitenstraße nicht weit vom Zentrum entfernt. Ich bin ziemlich müde von den fast 300 Kilometern, die ich heute zurückgelegt habe. Beim abendlichen Spaziergang ins Zentrum, lässt sich erahnen, was für eine schöne Stadt Sofia ist. Auffällig sind außerdem die vielen Straßenhunde und die geradezu absurde Anzahl an Geldautomaten. Auf jeden Hund kommt mindestens ein Geldautomat.

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