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Kleines Moped – große Arbeit

Güstrow im Juli 2008. Die besten Vorrausetzungen für ein Schrauberwochenende an der Schwalbe: Herrliches Sommerwetter und zwei Männer mit einem enormen Schwalbe-Wissen, das sie bereit sind zu teilen. Was folgt, sind zwei intensive Tage Moped-Technik. Peter und seinem Vater von der IG IFA Güstrow ist sehr daran gelegen, die Funktionsweise des Schwalbe-Triebwerks von Grund auf verständlich zu machen. Präzise erläuterten sie jedes Detail und wiederholen jeden Handgriff geduldig. Zur Vertiefung der „Einheiten“ werden alte Teile herangeschafft. Die Profis hoffen so, mit Wiederholungen die sich abzeichnenden Wissenslücken schließen zu können. So werden am ersten Tag drei Motoren zerlegt und auch zwei davon wieder komplett zusammen gebaut. Ob das Training gefruchtet hat wird sich erst noch zeigen müssen.

Am zweiten Tag und etliche Schraubenzieherumdrehungen später, dann der große Moment. Der Motor ist wieder eingesetzt, jetzt noch Öl einfüllen und … ? Sie springt auf Anhieb an! Ein schönes Gefühl. Die ersten Testfahrten decken dann aber doch noch einige Schwächen auf. Irgendwie kommt die Schwalbe nicht so richtig aus dem Quark. Da es nicht an der vergessenen, angezogen Handbremse liegt (die Schwalbe hat gar keine – zumindest nicht so eine), muss der Grund hierfür woanders liegen. Der Fehler ist schnell gefunden. Die Elektrik mitsamt Zündung macht Zicken. Flickschusterei in der Kabelage und eine leicht altersschwache Unterbrecherzündung sind die perfekte Brutstätte für zu schwache und zumeist unkontrollierte Zündfunken. Die Folge sind ein erschreckend schwacher Durchzug und eine bockige Schwalbe, wie auf Känguru-Benzin. Ein Ritt, wie auf einem lahmenden Rodeo-Pferd.

Da ich nun mehr als offen bin für Vorschläge, die wartungsarme Schwalbe-Komponenten betreffen, ist der Einbau einer elektronischen Zündung schnell beschlossen. Ein weiteres Treffen wird verabredet und ein neuer Kabelbaum und die neue Zündung werden implantiert. Und siehe da, die Schwalbe schnurrt wie, na ja, eine richtige Schwalbe und bringt volle Leistung. Leider lässt sich diese jetzt noch nicht voll auskosten. Denn nun stehen erst einmal 500 km gemächliches Einfahren an.

Vielen Dank noch einmal an Peter von der IG IFA. Wenn ich unterwegs auf nur halb so nette und liebenswürdige Menschen treffe, wie Peter und seine Familie in Güstrow, dann kann eigentlich gar nichts mehr schief gehen… .



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2 Kommentare bisher, Kommentar hinterlassen?

  1. Rolf Neumeier

    Hallo ich bin überzeugt das der Tripp gut geht!! Ja ich habe zu Ostzeiten solche Fahrzeuge getestet Ja war Testfahrer und musste jeden Monat einen Bericht schreiben.Allesdings war es dazumal keine Schwalbe sondern das S51 ENDURO.War aber nicht schlechter weil beide dei fast selben Motoren dabei hatten.Soll ich Euch sagen”mit nem Satz Zündkerzen und 2 Unterberechern fährt der Perter und Vater so wie ich gelesen habe nich nur durch Afrika nee wenn die beiden genug Ehrgeitz haben sogar um die Welt!!! Ja mein Junior hat sich ein S51 B aufgebaut das war vor 4 Jahren und ist damit mittlerweile so ca. 50,000 Km Gefahren und das bei Wind Wetter Schnee Regen und vor allem im Wald. Die Teile sind mit wenig Aufwand unverwüstlich! Das was stimmen “MUSS IST DAS MISCHUNGSVEHÄLTNIS” da es 2takter sind. Bei sehr warmen Wetter so wie in der Wüste würde ich auf 33:1 gehen dann laüft das Teil auch durch Afrika!
    Ja ich als Testfahrer hatte in den 2 Jahren nur 2 Probleme 1 war wie gesagt der elktronische Unterbrecher und das 2te war die Handhebel weil aus Plaste. Ja das Moped ist zu teil sogar mit 3 Leuten gefahren.Vore Junior mit 2 Jahren dann Ich und hinten meine Lady ja Das ging bis in den späten Herbst schluss war erst mit dem 2ten Schnee!Die Fahrzeuge gingen immer! Ja und mein Junior hat im lezten Jahr noch ein “SR1″ aufgebaut das stand 40 Jahre still und mit ein bisschen Gefühl hat er das Teil “Hee horch mal das lebt wieder” Zu mir Gesagt und vorgeführt ja so sind die Fahrzeuge aus Suhl! Einfach unverwüstlich! Zu empfehelen ist ei Besuch im Fahrzeugmuseum in Suhl!
    Beste Grüsse Rolf Neumeier!
    Absender ist ersichtlich!

  2. Rolf Neumeier

    Hallo noch mal Ich Rolf! Darf ich Euch meine Hochachtung ausprechen das Ihr etwas für die Fahrzeugindusrtrie unseres ehemaligen Landes tut.Ja das ist Spitze!
    Solche Leistungen haben westliche Mopedbauer nicht nachzuweisen! Noch mal viel Erfolg und allses Gute Rolf!

    Ach so mal noch nebenbei bei meinem Junior haben schon ettliche wessis nachgefragt wo man solch ein Moped beziehen kann?Aber er verkauft sein Einzelstück nicht! “Na ich hab 2 Jahre gebraucht um es aufzubauen” Na klar da geht nichts mit Verkauf!

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