Entlang der Elbe
Die Tage der Vorbereitungen und die Hektik des Startschuss’ von Slow Way Down noch in den Knochen, geht die erste Etappe der Reise ganz gemütlich los. Drei Tage nehme ich mir Zeit, um mich entlang der Elbe bis nach Dresden zu hangeln. Bereits in Boizenburg die erste Panne: Die Schraube des Bremspedals ist Weg und lässt das Fußpedal kraftlos am Trittbrett baumeln. Der örtliche Baumarkt schafft schnell Abhilfe. Die nächsten Sorgen um die Schwalbe entpuppen sich als harmloses klappern der Verschraubung des Starterzugs am Lenkerblech. Ich muss mich erst an all die Geräusche des Vogels unter Last gewöhnen.
Schwer gewöhnen kann ich mich nur an die ziemlich kühlen Temperaturen. Bereits am zweiten Tag verbleibt kein warmes Kleidungsstück mehr im Gepäck. Über der langen Unterwäsche trage ich zwei T-Shirt, Pullover, Fleece-Pullover, Fleece-Jacke und Gore-Tex Jacke. Die Regenbekleidung bleibt zum Glück noch tief in den Satteltaschen. Die Strecke entlang der Elbe ist wirklich schön und von reizvollen Städten gesäumt, die eigentlich einen längeren Besuch Wert sind. Wäre es doch nur ein bisschen wärmer… .
Die Nächte verbringe ich in Pensionen in Seehausen und der Lutherstadt Wittenerg. Das zerrt zwar ein wenig am Budget, schont aber den Fahrer. In Riesa an der Elbe treffe ich zufällig den wohl ersten Ost-Deutschen Teilnehmer der Paris-Dakar. Am Tag des Mauerfalls hat er sich damals aufgemacht, als Mechaniker die Rallye zu begleiten. Einige Etappen hat er dann auch für ausgefallene Fahrer auf dem Motorrad absolviert. Mein Vorhaben findet er super und glaubt, dass das Ganze mit der “Simme” machbar ist. Das gibt doch Mut… .
In Dresden angekommen, erwartet mich eine heiße Badewanne und eine anschließende Stadtführung mit Abschluss-Eis. Marie und Kathrin sind meine kompetenten Stadtführer. Aber vor allem sind sie meine Gastgeber, die mich ganz toll versorgen. Zum Ausklang des Abends gibt es dann auch noch Kino auf der Couch. Mit Dresden ist mein Etappenziel aber noch nicht so ganz erreicht. Am nächsten Tag geht es noch geschwind zum “Hallo sagen” zum Simson-Spezialisten AKF nach Naundorf. Neben guten Wünschen für mich und einem Ölwechsel für die Schwalbe, erhalten wir beide noch die Zusage eines “offenen Ohrs” bei Problemen. Vielen Dank an das nette Team von AKF.
Die Nacht verbringe ich dann auf dem Campingplatz von Zittau. Das liegt nur einen Steinwurf von der Tschechischen Grenze entfernt und ist damit idealer Ausgangsort für die nächste Etappe.
1. Tag
Hamburg - Seehausen
2. Tag
Seehausen - Lutherstadt Wittenberg
3. Tag
L. Wittenberg - Dresden
4. Tag
Dresden - Zittau
Da mein Tachometer schon in Hamburg das Strecke-Messen aufgegeben hat, weiß ich leider nicht, wie viele Kilometer ich bis hierher nun schon zurückgelegt habe.
Durch Tschechien und die Slowakei »






12 Kommentare bisher, Kommentar hinterlassen?
broti
Hey Florian,
wollte gerade ins Bett gehen als ich die (1) hinter SWD in der Bookmark-Bar meines Browers gesehen habe. Freue mich zu hören, daß Du gut vorankommst und sich die Probleme in Grenzen halten. Ich wünsche Dir weiterhin gute und sichere Fahrt - und lass uns Daheimgegliebene nicht sooo lange auf Nachrichten warten
26. September 2008
basti
Heyho Flo!
Schön von dir zu lesen!
Es freut mich, dass du wie geplant gut voran kommst, muss mich hier aber ebenfalls Broti anschließen:Lass uns nicht allzu lange auf deine Reiseberichte warten
26. September 2008
André
Hallo Florian,
es ist schön, zu lesen, das Du gut voran kommst.
wirst Du mit ihr eine verlässliche Partnerin haben.
Das der Tacho schon aufgegeben hat ist nicht schön, aber auch ein Stück Normalität.
Mit einer Schwalbe solch eine lange Strecke in Angriff zu nehmen, ist ein grosses Vorhaben, bei dem ich Dir viel Glück und Erfolg wünsche. Deine Simi wird Dich sicher bis ans Ziel fahren. Abgesehen von der ein oder anderen kleinen Reparatur
26. September 2008
Henning Krieg
Florian,
gute Reise, wo es jetzt einmal losgegangen ist!
Henning
26. September 2008
Michiel
Mach dir einfach einen Fahrradtacho dran. Die sind billig und genau. Als Radumfang gibst du 1695 mm ein. Das passt ungefähr. Den Speichenhalter für den Magneten kann man etwas aufbohren. Manchmal reicht auch rohe Gewalt.
Weiter so.
Michiel
26. September 2008
philli
hey flo,
ich war vorgestern mit mo skwashn.er hat tatsächlich wieder die rechte arschbacke getroffen.aber ich hab mich gerächt und ihm das linke ohr abgeschossen.
hast du den heiligen christopherus angeklebt?
brauchst du ne adresse in istanbul?
against all odds! keep on truckin. liebe grüße von steffi und philli
26. September 2008
Jeani
Hi Flo,
super…weiterhin gute Fahrt (ohne Regen)!
Bald hast Du ja in angenehmeren Temperaturen!
Freue mich, wenn wir uns eventuell in Nairobi treffen und dann auf Deine Berichte.
Grüße von Jeani
27. September 2008
jeannine
moin flochen, da isset dat abenteuer…ich sende dir ein paar warme gedanken und wie immer den bonus in der westentasche.
gutes wetter ist kopfsache. liebe flaxgrüße von allen tuttis
28. September 2008
Jens Jäger
eine super idee von dir sowas zu machen
hoffe klappt alles mit deiner simmi
die haben ja ihre macken
viel glück mfg jens aus königswusterhausen
28. September 2008
Broti
Kleine Motivation: Istanbul hat 26 Grad!
29. September 2008
Ludo
Sag mal, wenn dir die “Spezialisten” von AKF schon einen (überhaupt notwendigen?) Ölwechsel spendiert haben, warum konnten sie nicht auch gleich den Tachoantrieb richten???
Gruß
1. Oktober 2008
Enrico
Hallo Florian,
mensch du hattest in Boizenburg bei uns ne panne??? wo denn genau??? hättest doch nicht in den olaza gehen müssen da findest nur müll wärest in den örtlichen fahrradladen gegangen da bekommst du alles für simosn was du nur möchtest… naja ich wünsche dir auf alle fälle ne schöne tour keine stürze und vorallem lass dich nicht von den löwen fressen
Gruß Enrico
3. Oktober 2008
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