slowwaydown.com - Mit dem Moped von Hamburg nach Kapstadt

Türkei - Der Sonne entgegen

Auf dem ersten Rastplatz hinter der Bosporus-Brücke fahre ich raus, um die Kamera, mit der ich eigentlich die Einfahrt nach Asien festhalten wollte, wieder zu verstauen. Kurz bevor ich weiterfahren will, kommen zwei Trucker zu mir herüber und wollen ein bisschen Plaudern. Die Verständigung ist sehr schwierig, aber eine Einladung zum Kaffee höre ich heraus. Ihr LKW ist mit einer gut ausgestatteten Küche ausgerüstet, die sich in einer Stahlkiste unterhalb der Ladefläche befindet. Zum Nescafé holen die Beiden ihr Navigationsgerät hervor und ich soll zeigen wo ich gestartet bin. Leider kann ich das Gerät nicht bedienen, da es auf türkisch eingestellt ist, und so zeigen sie mir stattdessen ihre Lieblingsdestination, Monaco. Nach der zweiten Tasse Kaffee verabschiede ich mich auf meinen Weg weiter gen Osten.

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Istanbul

Schon in der Schlange an der Grenze haben sich tiefschwarze Wolken genähert. Gleich wird der Regen mal wieder meinen Weg kreuzen. Linkerhand kündigt ein Regenbogen das nasse Wetter an. Bis nach Edirne sind es von der Grenze nur wenige Kilometer. Auf den letzten Metern beginnt es zu tröpfeln. Trotzdem brennt die Sonne noch recht heiß in meinem Rücken. Als ich in einer Bank in Edirne Türkische Lira abhebe, geht ein Wolkenbruch nieder. In der Stadt checke ich in einem kleinen Hotel ein und trockne das naßgewordenen Schafsfell über der Heizung.

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Bulgarien wie im Fluge

Sofia erreiche ich mal wieder zur Rushhour. In dem dichten Verkehr brauche ich fast eine Stunde, um ins Zentrum vorzudringen. Nachdem ich mir an einem Geldautomaten Bulgarische Leva besorge, kaufe ich in einem Buchladen eine Straßenkarte von Bulgarien. Nach einer gefühlten Ewigkeit finde ich ein Hostel in einer ruhigen Seitenstraße nicht weit vom Zentrum entfernt. Ich bin ziemlich müde von den fast 300 Kilometern, die ich heute zurückgelegt habe. Beim abendlichen Spaziergang ins Zentrum, lässt sich erahnen, was für eine schöne Stadt Sofia ist. Auffällig sind außerdem die vielen Straßenhunde und die geradezu absurde Anzahl an Geldautomaten. Auf jeden Hund kommt mindestens ein Geldautomat.

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Unter Bikern in Serbien

An der ersten Ausfahrt vom Autoput fahre ich runter und finde eine schöne Strecke über kleine Straßen. Die Vojvodina ist eine ländliche Gegend. Weite Felder erstrecken sich über die nur leicht hügelige Landschaft. Auf den Straßen herrscht reger landwirtschaftlicher Verkehr. Die vielen Pferdewagen geben einem das Gefühl, in der Zeit zurück gereist zu sein. Es sind viele Menschen auf den Feldern. Das schöne Wetter wird genutzt, um die letzte Ernte einzufahren oder die bereits gemähten Felder abzubrennen. Die Pferdewagen und die, hauptsächlich mit Rüben, schwer beladenen Traktor-Gespanne bescheren mir ein ungewohntes Fahrvergnügen. Ich kann jetzt auch mal überholen.

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“Motorszerviz” in Ungarn

Zu den kontinentalen Frühstücksstullen im Hotel Nové Zámky gibt es Kaffee und das MTV Morgenprogramm. Das Wetter hat sich ein wenig gebessert und der Regen fällt seltener und dann auch nur noch leicht. In Regenbekleidung steige ich wieder aufs Krad. Nach knapp einer Stunde Fahrt ist die Grenze zu Ungarn erreicht. Nach Budapest muss ich nun nur noch der Donau folgen. In Tata kommt die Sonne hervor und der Rest des Tages scheint vielversprechend. Vielleicht wird es ja auch ein bisschen wärmer.

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Durch Tschechien und die Slowakei

Die ADAC-Karte, die ich mir in Zittau kaufe erweist sich für meine Zwecke als völlig unbrauchbar. Kurz nach Grenzübertritt finde ich mich auf der Autobahn wieder. Die neue, an der Autobahn-Tankstelle gekaufte, Karte führt mich dann über eine wunderschöne und leicht bergige kleine Nebenstrecke. Die kleinen Straßen sind ideal zum Mopedfahren. Dank der guten Ausschilderung und des wenigen Verkehrs fliegt man entspannt durch die Landschaft.

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