slowwaydown.com - Mit dem Moped von Hamburg nach Kapstadt

Wir holen den Pott nach Uganda

Ende Januar werde ich die Grenze zu Uganda passieren und das HIV/Aids-Projekt von Plan in Tororo besuchen. Nur kurz vorher vergibt das Internet-Projekt Amazee den „Amazee-Bucket 2008“.

10.000 US-Dollar sind insgesamt für die drei Gewinner des Preises ausgelobt. Slow Way Down -und damit das HIV/Aids-Projekt- befindet sich im Rennen um den „Amazee-Bucket 2008“. Das ist die Chance mit dem Pott nach Tororo zu knattern.

Und so funktioniert es:

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Nach Äthiopien

Nachdem die Anderen Khartoum in Richtung Äthiopien verlassen, bleibe ich noch für ein paar Tage alleine auf dem Campingplatz am Nil zurück. Allerdings nicht für lange. Erst kommt Peder auf seinem Fahrrad angeradelt. Der Schwede ist in Stockholm gestartet und will nach China. Da er großer Afrika-Fan ist, hat er in seine Route einen kleinen Schlenker durch Nord-Ost Afrika eingebaut. Er ist nun auf dem Weg nach Djibouti, um von dort nach Jemen zu verschiffen. Peder hat eine Woche vor mir die Fähre aus Ägypten genommen und ist das letzte Stück im Sudan immer Nachts gefahren, da es dann meist weniger windig ist. Nur einen Tag später kommt auch Charly auf seinem Rad an. Der Brite muss wirklich gut in Form sein. Auch er ist das letzte Stück in der Nacht gefahren und hat insgesamt nur vier Tage länger gebraucht, als wir mit LKW und Mopeds.

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In den Sudan

Gidion, Christoph und ich brechen früh auf, um uns den Overlandern anzuschliessen. Treffpunkt ist die Polizei-Station, an der wir gestern schon unsere Stempel abgeholt haben. Der Treck der Overlander (einer begleiteten Tour für Selbstfahrer) besteht aus sechs Fahrzeugen. Die Land Rover sind in London gestartet und die Besatzung stammt überwiegend aus Australien und Neuseeland. Neben uns drei Motorradfahrern, haben sich noch drei weitere Fahrzeuge angeschlossen. Bob und Paul aus Holland mit ihrem Toyota Land Cruiser, ein Ehepaar aus Oesterreich mit einem Mercedes Gelaendewagen und Johanna und Anselm aus Lindau mit einem riesigen Magirus-Deutz von 1960.

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Ueber den Sinai nach Afrika

Die planmaessige Abfahrtszeit für das Schiff von Aqaba nach Nuweiba in Aegypten ist Zwoeِlf Uhr. Zwei Stunden vorher finde ich mich am Faehrhafen ein. Nach kurzer Passkontrolle darf ich bis zum Hafengebaeude vorfahren. Hier befinden sich das Büro der Faehrgesellschaft, der Zoll und das Emigrations-Office unter einem Dach. Mehrfach wurde mir erzaehlt, dass das Faehrschiff grundsaetzlich mit mehreren Stunden Verspaetung ablegt und so habe ich ausreichend Zeit und nehme die etwas umstaendliche Prozedur der Ausreise aus Jordanien gelassen hin. Immer wieder muss man vom Erdgeschoss in den ersten Stock laufen und wieder zurück. Mit vielen kleinen Zwischenschritten bekommt man auf diese Weise erst sein Ticket, kann dann die Ausreisesteuer begleichen, das Moped aus dem Pass ausstempeln lassen, noch mal was bezahlen und schliesslich zur Passkontrolle gehen.

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Jordanien

In Richtung Amman verlaeuft die Strecke durch eine karge, wüstenaehnliche Landschaft. Obwohl der Boden eigentlich nur sandig und steinig ist, sind weite Flaechen gepflügt. Diesem staubigen Boden wird tatsaechlich noch etwas essbares abgerungen. Kurz vor Amman beginnt dann die Wüste. Im Sonnenuntergang fahre ich auf die beleuchtete Silhouette der jordanischen Hauptstadt zu.

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Syrien

Nach 20 Tagen nehme ich Abschied von der Türkei. Ich behalte das Land in guter Erinnerung zurück. In der Zeit, die ich hier verbracht habe, bin ich ausschließlich auf liebenswürdige Menschen getroffen. Die vielen Einladungen zum Tee kann ich am Ende gar nicht mehr zählen. Von Antakya geht es ostwärts durch den Ort Reyhanli an die Syrische Grenze. Die Abfertigung auf türkischer Seite geht zunächst recht flott. Am zweiten Checkpunkt warte ich hinter ein paar Leuten, die mit dem Taxi zur Grenze gekommen sind, und nun zu Fuß am Grenzhäuschen stehen. Als der letzte an der Reihe ist und ich gerade vorfahren will, hält ein Reisebus und die Passagiere strömen an den Schalter. Nun sind ungefähr vierzig Leute vor mir.

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